Schilddrüsenpraxis Nuklearmedizin Schilddrüsenkrankheiten Dr. med. Wolfgang Braun Augsburg Aktuelles:

  Schilddrüsenpraxis Nuklearmedizin Schilddrüsenkrankheiten Dr. med. Wolfgang Braun Augsburg  

Dr. Braun wird am 17. April 2008 im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung des Schwäbischen Hausärztevereins einen Vortrag mit dem Titel „Schilddrüse 2008 – ein Update“ halten. Dabei wird vor allem die Abklärung von Knoten in der Schilddrüse nach neuestem Erkenntnisstand in praxisgerechter Form behandelt. Ferner geht es um die Autoimmunerkran-kungen der Schilddrüse und Schilddrüsenprobleme in der Schwangerschaft und Stillzeit. Ärzte/Ärztinnen können eine Einladung anfordern brieflich unter der bekannten Praxisanschrift Dr. Wolfgang Braun, Schaezlerstr. 4, 86150 Augsburg, telefonisch unter 0821-15 10 85, unter der Faxnummer 0821-15 84 88 oder per email an: WolfgangBraun11@AOL.com.

Zigarettenrauchen und Schilddrüse:

Es sei nochmals erinnert an die den Verlauf und das Ansprechen auf verschiedene Therapiemodalitäten verschlechternde Wirkung des Rauchens bei den Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, insbesondere M. Basedow mit endokriner Orbitopathie. Bei der „banalen” Jodmangelstruma zeigt meine Erfahrung der letzten Wochen, daß nahezu ausnahmslos von den PatientInnen mit Struma multinodosa eine (teilweise Jahrzehnte zurückliegender) Nikotinabusus angegeben wurde.

Mein Tipp: wenn Sie im Rahmen der Anamnese erfahren, daß jemand Exraucher ist, schauen Sie gründlich die Schilddrüse an, zunächst palpatorisch, wenn die Möglichkeit besteht auch sonographisch, und veranlassen Sie ggfs. Eine Abklärung.

Selen und Schilddrüse: eine finnische Forschergruppe fand heraus, daß die Inzidenz an papillären Schilddrüsenkarzinomen zurückging, nachdem die Selenversorgung landesweit verbessert worden war. Eine Empfehlung, die hieraus abgeleitet werden kann: bei Familienangehörigen von Pat. mit bekanntem papillärem Schilddrüsenkarzinom erscheint eine Selensupplementation sinnvoll.

In einer Studie, die z.Zt. an einer renommierten Universitätsklinik bei Pat. Mit endokriner Orbitopahie durchgeführt wird, gingen bei denjenigen, die Selen bekamen, die entzündlichen Erscheinungen, insbesondere das Ödem, zurück.

Hypothyreose und Selen: erste Hinweise zeigen, daß die TSH-Werte auch durch alleinige Selengabe absinken. Meines  Erachtens ist es aber noch verfrüht, auf die bewährte Schilddrüsenhormonsubstitution der Hypothyreose zu verzichten. Anbieten sollte man diese Option den PatientInnen, die eine Schilddrüsenhormonmedikation ablehnen.

Bei Patientinnen mit Autoimmunthyreoiditis, die schwanger werden, ist es sinnvoll, Selen zu substituieren, da gezeigt werden konnte, daß der ansonsten zu erwartende Antikörperanstieg in der Postpartalphase verhindert werden kann.

Schilddrüsenkarzinome: in letzter Zeit beobachte ich unter den Patienten, die ich untersucht habe und von denen mir das histologische Ergebnis vorliegt, unter den Schilddrüsenkarzinomen häufiger als gewohnt onkozytäre Schilddrüsenkarzinome zu sehen; diese speichern in der Regel kein Jod, und ihre Prognose ist u.a. deswegen etwas schlechter als bei den follikulären Schilddrüsenkarzinomen. In diesem Zusammenhang eine Bitte: für meine Qualitätskontrolle ist es wichtig, daß ich die Arztbriefe (noch besser die OP-Berichte und die histologischen Befunde) der strumaresezierten Patienten, die ich untersucht habe, bekomme (entweder per Fax oder brieflich). Ich bin Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir in dieser Weise helfen.

Eine Information zu Lixin liquid: wie Sie möglicherweise schon wissen, wurde das flüssige L-Thyroxin-Präparat Lixin liquid in L-Thyroxin Henning Tropfen umbenannt; die Zusammensetzung wurde nicht verändert. Die Erfahrungen, die meine PatientInnen mit dieser Darreichungsform gemacht haben, sind außerordentlich positiv: niemand möchte zurück zu den Tabletten.

Mein Kulturtipp: am Samstag, dem 7. Juli 2007 wird um 20 Uhr in München in der Heiliggeist-Kirche vom Großen Chor des Akademischen Gesangvereins München (AGVM) unter Leitung von Stefan Grünfelder die Petite Messe solennelle von Gioacchino Rossini aufgeführt. Dieses reizvolle, selten zu hörende Werk zeichnet sich u.a. Durch eine ungewöhnliche Besetzung aus: zu dem gemischten Chor treten vier Gesangssolisten hinzu, die von zwei Klavieren und Harmonium begleitet werden. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden werden erbeten.

Für medizinhistorisch interessierte: an dieser Stelle war in früheren Zeiten das Heiliggeist-Spital untergebracht, in dem Kranke gepflegt wurden.

Ich hoffe, Ihnen wieder einige nützliche Tips und Anregungen gegeben zu haben und wünsche einen schönen Sommer mit viel Zeit für Erholung und Muße, wenn Sie in den wohlverdienten Urlaub gehen.

 

Arztvortag: Am 15. März sprach  Dr. Wolfgang Braun zusammen mit Dr. Fritz Lindemann, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Friedberg, in der Reihe des Fördervereins des Friedberger Krankenhauses vor vollbesetztem Haus über aktuelle Schilddrüsenfragen.

Auszug aus dem Bericht der Friedberger Allgemeinen vom 22.03.06:  Das Thema interessierte so   viele Leute, daß zusätzliche Stühle bereitgestellt werden mußten. Dr. Braun gab einen allgemeinverständlichen Überblick über die verschiedenen Erkrankungen der Schilddrüse wie den Jodmangelkropf, die Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), die Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), insbesondere den M. Basedow, die verschiedenen Schilddrüsenentzündungen (z.B. Hashimoto und de Quervain), die bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse und erläuterte jeweils die Beschwerden, die dabei auftreten können, die Diagnosemöglichkeiten sowie die verschiedenen medikamentösen Behandlungsverfahren und auch die Radiojodtherapie. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sind es v.a. Müdigkeit, Depressionen, schwere Glieder und Heiserkeit, die die Kranken zum Arzt führen. Besonders die Schwangerschaft und die Stillzeit sei „schilddrüsenrelevant“ und erfordere zusätzliche Jodgabe. Er ging auch auf die Alarmzeichen ein – schnelles Wachstum des Kropfes im fortgeschrittenen Alter, anhaltende Heiserkeit -, beruhigte aber mit dem Hinweis, dass bösartige Erkrankungen der Schilddrüse selten seien und gerade mal ein Prozent der Krebserkrankungen ausmachen und die Heilungschancen relativ groß seien.

Die Frage, wann oder wie operiert wird, handelte Chefarzt Lindemann ab. Anhand von Schaubildern gab es Einblicke in die Beschaffenheit und in die Krankheitsbilder der Schilddrüse. Es sei immer eine Einzelfallentscheidung, ob man nach Erschöpfung der Alternative „Medikamente“ auch operativ eingreifen müsse. Bei Krebsverdacht (z.B. wenn aufgrund der Punktion eines Knotens durch den Nuklearmediziner ein verdächtiges zytologisches Ergebnis erhalten wird), sei dies zwingend notwendig.

Aus der Frühjahrssitzung des Qualitätszirkels „Nuklearmedizin und Schilddrüse“: OA Dr. Dorn vom Klinikum Augsburg faßte die Highlights der diesjährigern Tagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin zusammen. Bemerkenswert u.a. ein Forschungsergebnis einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Universitätsklinik Göttingen:  bei ca. 30% der Patienten mit affektiven Erkrankungen liegt eine Autoimmunthyreoditis vor (Hashimoto). Als Kontrollgruppe dienten Patienten mit Schizophrenie.

Aktionswoche Schilddrüsenpalpation vom 24.-28. April 2006: Eine Reihe von Fachgesellschaften (z.B. die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin) rief zusammen mit sanofiaventis und anderen Verbänden dazu auf, verstärkt das Abtasten der Schilddrüse (Palpation) einzusetzen. In der regel können Knoten ab einem Durchmesser von 1,5 cm (u.U. Schon bereits ab 1 cm) Durchmesser erkannt werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von der Universitätsklinik Würzburg. Auch unsere Praxis nahm teil. Wir haben auch unsere überweisenden Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Patienten darauf hingewiesen.

21. Juni 2006: Betriebsausflug zum Landgasthof Schindlerhof in Nürnberg-Boxdorf. Nach entspannter Bahnfahrt und Bummel durch die Nürnberger Altstadt mit einem Streifzug durch den Handwerkerhof sowie Besichtigung der St. Lorenzkirche brachte uns im Anschluß an eine kurze Erfrischungspause in einem Straßencafe ein Sammeltaxi zu unserem Hauptziel, eine von Klaus Kobjoll mit viel Liebe zum Datei um- und ausgebaute ehemalige Mühle im Erlanger Knoblauchländchen. Von aufmerksamem Personal wurden wir mit köstlichen erlesenen Spezialitäten verwöhnt. Das ganze Praxisteam war hellauf begeistert und erzählte noch lange davon.  Mit einem vom Hotel gestellten Audi A8 fuhren wir anschließend zum Erlebnispark Schloß Thurn, wo wir u.a. bei Tretbootfahrten und Achterbahn einige vergnügte Stunden verbrachten. Pünktlich wurden wir in Augsburg am Hauptbahnhof von wolkenbruchartigen Regenfällen begrüßt. Es war für das ganze Team ein einzigartiges Erlebnis, das uns noch mehr zusammengeschmiedet hat und uns neue Kraft und  Begeisterung für unsere gemeinsame Tagesarbeit gegeben hat.

 

Steckbrief: "Nadine Lautenbacher"
Nach Realschulabschluß zunächst Besuch der Krankenpflegeschule mit dem Ziel Krankenschwester. Dann Ausbildung zur Arzthelferin mit Abschluß 2004. Anschließend Tätigkeit in der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin sowie in einer Kinderarztpraxis. Unsere „gute Fee” an der Anmeldung mit Schwerpunkt Rezeption, Praxisadministration und Textverarbeitung.. In der Freizeit tätig in der DLRG (Silber-Abzeichen im Rettungsschwimmen, ferner Volleyballspielen und Tanzen. Wir freuen uns auf diesen Zuwachs einer jungen, freundlichen und engagierten Fachkraft, nachdem wir unmittelbar hintereinander zwei schwangere Mitarbeiterinnen hatten.

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage.
Das Jahr 2007 hat hoffentlich für Sie alle mit guten und erfreulichen Ereignissen begonnen. Die Stimmung in Deutschland ist besser geworden: deutlich mehr Menschen sind in Lohn und Brot als noch vor Jahresfrist, insbesondere in Bayern wird täglich eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen. Darüber dürfen wir alle uns von Herzen freuen.

Den Menschen in Deutschland geht es besser als den Bewohnern zahlreicher anderer Länder. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Stiftung „Visions for Children“ des bekannten Augsburger Seminarveranstalters und Motivationsexperten Jörg Löhr zu unterstützen, mit der Kindern in Burundi medizinische Fürsorge und eine schulische Ausbildung ermöglicht wird.

Inzwischen ist die mit Spannung erwartete Gesundheitsreform verabschiedet. Wohl keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, was sie jedem einzelnen von uns bringen wird.

Wir jedenfalls werden täglich unser Bestes geben, um allen Patientinnen und Patienten sowie den anfragenden Kolleginnen und Kollegen entsprechend unserer Zielsetzung und fachlichen Ausrichtung die bestmögliche Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet der Schilddrüsenerkrankungen anzubieten. Ein besonderer Schwerpunkt der Praxis ist die Früherkennung des medullären Schilddrüsenkarzinoms durch das Calcitonin-screening und den Pentagastrintest.

Deshalb finden Sie weiter unten eine ausführliche Information zu diesem Thema.

„Alle Gewerbe, Handwerke und Künste haben durch die Verteilung der Arbeiten gewonnen, da nämlich nicht einer alles macht, sondern jeder sich auf gewisse Arbeit, die sich in ihrer Behandlungsweise von anderen merklich unterscheidet, ein-schränkt, um sie in der größten Vollkommenheit und mit mehrerer Leichtigkeit leisten zu können“.

Dieser von Immanuel Kant, dem genialen deutschen Denker der Aufklärung in seiner „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ bereits 1785! aufgestellten Devise fühlen wir uns verpflichtet. (Die auf dieses Zitat folgenden Zeilen, die teils derb, teils humorvoll klingen, lesen Sie bei Interesse bitte selbst nach...)

 

INFO ZUM CALCITONINSCREENING

Allgemeines: mit Calcitonin, das von den C-Zellen der Schilddrüse gebildet wird, steht uns ein hochsensitiver und spezifischer Tumormarker für das C-Zell-Karzinom, auch medulläres Schilddrüsenkarzinom genannt, zur Verfügung. Seit einer Reihe von Jahren wird es, evtl. ergänzt durch den Pentagastrintest, zur Nachsorge der Patienten mit histologisch gesichertem medullären Schilddrüsenkarzinom eingesetzt.

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom umfaßt ca. 10% der Schilddrüsenkarzinome; es kommt in einer sporadischen und in einer genetischen Variante vor. Hauptproblem des medullären Schilddrüsenkarzinoms ist die frühzeitige Metastasierung v.a. in die Halslymphknoten. Wird es klinisch diagnostiziert (z.B. als tastbarer, szintigraphisch kalter Knoten oder aufgrund tastbarer Halslymphknoten) ist es häufig nicht mehr kurativ operierbar. Die Feinnadelpunktion läßt in der Regel erst ab einem Durchmesser der Tumoren von ca. 1,5 cm ausreichend Zellmaterial gewinnen, um die Diagnose, evtl. unter Einsatz immunzytochemischer Methoden, präoperativ sichern zu können.

Was ist die Lösung des Problems?

In verschiedenen Ländern, z.B. Korea, Türkei, Italien, Österreich, zuletzt auch Deutschland, konnte in umfangreichen Studien an mittlerweile ca. 20.000 Patienten mit Struma nodosa, gezeigt werden, daß dieses in der Vergangenheit prognostisch eher ungünstige Malignom mit (in der Vergangenheit) 10- Jahresüberlebensraten von ca. 50 bis 60 Prozent bei ca. 0,78% aller Knotenstrumen vorkommt und ab einem Durchmesser von wenigen Millimetern entdeckt werden kann. In diesem frühen Stadium ist nach eigenen Erfahrungen und auch nach dem Stand der Literatur in aller Regel eine biochemische Sanierung möglich, sodaß nach neuesten Studienergebnissen aus den USA bei konsequentem Einsatz des Calcitoninscreenings die 10-Jahresüberlebensqote auf ca. 98% angehoben werden konnte.

Praktisches Vorgehen: von einer Expertenkommission wurde unlängst empfohlen, daß im Rahmen der Abklärung einer Struma nodosa eine Calcitoninbestimmung durchgeführt wird, zweckmäßigerweise in einer entsprechend ausgerichteten nuklearmedizinischen Facharztpraxis. Falls der basale Calcitoninwert erhöht ist, muß zur Erhöhung der Spezifität ein Pentagastrintest durchgeführt werden. Bei uns sind beide Methoden seit ca. 5 Jahren eingeführt. Unsere Ergebnisse bei ca. 2500 Patienten mit Struma nodosa wurden im November 2005 auf der Jahrestagung der Chirurgischen Arbeitsgemein-schaft Endokrinologie vorgetragen und stießen auf große Zustimmung. Das Abstract wurde in Langenbecks Archiv für Chirurgie veröffentlicht. Neu an unserer Studie war, daß ein deutlicher Geschlechtsunterschied hinsichtlich des Cutoff beim stimulierten Wert besteht. Alle unsere Patienten, bei denen aufgrund des Calcitoninscreenings ein medulläres Schild-drüsenkarzinom diagnostiziert und anschließend histologisch bzw. immunhistologisch bestätigt wurde, konnten kurativ operiert werden und sind biochemisch geheilt, was bei unseren aufgrund der Feinnadelpunktion präoperativ diagnostizierten C-Zell-Karzinomen nur zum Teil möglich war.

Für weitere Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung.
 

Rückblick auf 2006: seit Oktober 2006 sind zwei neue Mitarbeiter in der Praxis tätig:  Herr  Peter Ehrenreich,  MTA-Labor, und Frau Ursula Vogt. Ebenfalls MTA-Labor. Von unserem Zuwachs können Sie sich (im wörtlichen Sinne) „ein Bild machen.”

Kurzbiographie Frau Vogt: Frau Ursula Vogt ist 50 Jahre alt, sie hat nach dem Abitur die MTA-Schule mit Erfolg besucht, arbeitete mehrere Jahre in verschiedenen Kliniken in der klinischen Chemie, ferner bei mehreren Radiologen, wo sie auch ausgedehnte Erfahrungen in der Durchführung von Schilddrüsenhormonbestimmungen und in der Schilddrüsen-szintigraphie sammeln konnte. Sie hat eine 15jährige Tochter und einen 17jährigen Sohn. In der Freizeit ist sie begeisterte Jägerin und singt auch in einem Chor mit. Bei uns kümmert sie sich neben Blutentnahmen, Labortests, Arbeit an der Gammakamera auch engagiert um die Qualitätskontrolle und um die fachgerechte Entsorgung unseres Sondermülls (wichtige Aufgabe „hinter den Kulissen!”)

Kurzbiographie Herr Ehrenreich: Herr Ehrenreich wurde nach Absolvierung der Realschule zunächst Polizist und hat danach die MTA-Schule besucht, die er mit überdurch-schnittlichen Ergebnissen abgeschlossen hat. In unserer Praxis ist er schwerpunktmäßig im nuklearmedizinischen Funktionsbe-reich eingesetzt, wo er u.a. auch bei der wichtigen, zur Früherkennung der Schilddrüsenkarzinome und bestimmter Schilddrüsenentzündungen dienenden Feinnadelpunktion der Schilddrüse eine wichtige und wertvolle Assistenz ist.

 

Kongreßnachrichten:  am 14.10.06 waren im Rahmen der Tagung des Berufsverbandes der Nuklearmediziner u.a. zu hören Prof. Centanni, Rom, PD Dr. Janssen, Essen und Dr. Görges, ebenfalls Essen.
Prof. Centanni von der Univeritätsklinik La Sapienza in Rom berichtete, daß bei verschiedenen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, u.a. bei Befall mit Helicobacter pylori,  wovon ca.  ein Drittel der Weltbevölkerung betroffen ist, die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen im Dünndarm beeinträchtigt sein kann.  Wird dieser Erreger nachgewiesen, sollte bei den Patienten, die auf die Einnahme von Schilddrüsenhormonen angewiesen sind, eine entsprechende Kontrolluntersuchung erfolgen, um ggfs. die Dosis anpassen zu können.
Dr. Görges verwies darauf, daß das  Calcitonin ein hochempfindlicher Tunormarker ist, der es erlaubt,  ein bestimmtes Karzinom der Schilddrüse, das von den C-Zellen der Schilddrüse ausgehende medulläre Schilddrüsenkarzinom, auch als  C-Zell-Karzinom bezeichnet, sehr frühzeitig zu erkennen, wodurch die Aussichten auf endgültige vollständige Heilung beträchtlich erhöht werden. Diese Methode wird von uns routinemäßig seit mehreren Jahren mit nachweisbar guten Ergebnissen durchgeführt. Gerne können Sie von uns nähere Informationen erhalten.”

 

Arztvortag: Am 15. März sprach  Dr. Wolfgang Braun zusammen mit Dr. Fritz Lindemann, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Friedberg, in der Reihe des Fördervereins des Friedberger Krankenhauses vor vollbesetz-tem Haus über aktuelle Schilddrüsenfragen.

 

Auszug aus dem Bericht der Friedberger Allgemeinen vom 22.03.06:  Das Thema interessierte so   viele Leute, daß zusätzliche Stühle bereitgestellt werden mußten. Dr. Braun gab einen allgemeinverständlichen Überblick über die verschie-denen Erkrankungen der Schilddrüse wie den Jodmangelkropf, die Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), die Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), insbesondere den M. Basedow, die verschiedenen Schilddrüsenentzündungen (z.B. Hashimoto und de Quervain), die bösartigen Erkran-kungen der Schilddrüse und erläuterte jeweils die Beschwer-den, die dabei auftreten können, die Diagnosemöglichkeiten sowie die verschiedenen medikamentösen Behandlungsver-fahren und auch die Radiojodtherapie. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sind es v.a. Müdigkeit, Depressionen, schwere Glieder und Heiserkeit, die die Kranken zum Arzt führen. Besonders die Schwangerschaft und die Stillzeit sei „schild-drüsenrelevant“ und erfordere zusätzliche Jodgabe. Er ging auch auf die Alarmzeichen ein – schnelles Wachstum des Kropfes im fortgeschrittenen Alter, anhaltende Heiserkeit -, beruhigte aber mit dem Hinweis, dass bösartige Erkrankungen der Schilddrüse selten seien und gerade mal ein Prozent der Krebserkrankungen ausmachen und die Heilungschancen relativ groß seien.

Die Frage, wann oder wie operiert wird, handelte Chefarzt Lindemann ab. Anhand von Schaubildern gab es Einblicke in die Beschaffenheit und in die Krankheitsbilder der Schilddrüse. Es sei immer eine Einzelfallentscheidung, ob man nach Er-schöpfung der Alternative „Medikamente“ auch operativ eingreifen müsse. Bei Krebsverdacht (z.B. wenn aufgrund der Punktion eines Knotens durch den Nuklearmediziner ein verdächtiges zytologisches Ergebnis erhalten wird), sei dies zwingend notwendig.

Aus der Frühjahrssitzung des Qualitätszirkels „Nuklearmedizin und Schilddrüse“: OA Dr. Dorn vom Klinikum Augsburg faßte die Highlights der diesjährigern Tagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin zusammen. Bemerkenswert u.a. ein Forschungsergebnis einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Universitätsklinik Göttin-gen:  bei ca. 30% der Patienten mit affektiven Erkrankungen liegt eine Autoimmunthyreoditis vor (Hashimoto). Als Kontroll-gruppe dienten Patienten mit Schizophrenie.

Aktionswoche Schilddrüsenpalpation vom 24.-28. April 2006: Eine Reihe von Fachgesellschaften (z.B. die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin) rief zusammen mit sano-fiaventis und anderen Verbänden dazu auf, verstärkt das Abtasten der Schilddrüse (Palpation) einzusetzen. In der regel können Knoten ab einem Durchmesser von 1,5 cm (u.U. Schon bereits ab 1 cm) Durchmesser erkannt werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von der Universitätsklinik Würzburg. Auch unsere Praxis nahm teil. Wir haben auch unsere überweisenden Kolleginnen und Kollegen sowie unsere Patienten darauf hingewiesen.

21. Juni 2006: Betriebsausflug zum Landgasthof Schindlerhof in Nürnberg-Boxdorf. Nach entspannter Bahnfahrt und Bummel durch die Nürnberger Altstadt mit einem Streifzug durch den Handwerkerhof sowie Besichtigung der St. Lorenzkirche brachte uns im Anschluß an eine kurze Erfrischungspause in einem Sraßencafe ein Sammeltaxi zu unserem Hauptziel, eine von Klaus Kobjoll mit viel Liebe zum Datei um- und ausgebaute ehemalige Mühle im Erlanger Knoblauchländchen. Von aufmerksamem Personal wurden wir mit köstlichen erlesenen Spezialitäten verwöhnt. Das ganze Praxisteam war hellauf begeistert und erzählte noch lange davon.  Mit einem vom Hotel gestellten Audi A8 fuhren wir anschließend zum Erlebnispark Schloß Thurn, wo wir u.a. bei Tretbootfahrten und Achterbahn einige vergnügte Stunden verbrachten. Pünktlich wurden wir in Augsburg am Haupt-bahnhof von wolkenbruchartigen Regenfällen begrüßt. Es war für das ganze Team ein einzigartiges Erlebnis, das uns noch mehr zusammengeschmiedet hat und uns neue Kraft und  Begeisterung für unsere gemeinsame Tagesarbeit gegeben hat.